Safe&Sound Protocol

Soziale Einstimmung verbessern

Mit dem Safe&Sound Protocol steht ein sehr effektives Instrument zur Verfügung, mit dem wesentliche Anteile des Netzwerkes im Autonomen Nervensystem (ANS), das für soziale Einstimmung in unser aller Leben zuständig ist, in ihrer physiologischen Funktion verbessert werden können.

Hintergrund
Stressreaktionen sind in diesen modernen Zeiten immer stärker in die Aufmerksamkeit gerückt, sie werden mit Krankheiten wie Herzinfakt und Schlaganfall genauso in Verbindung gebracht, wie mit Konzentrationsstörungen und Lernschwächen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Schlaf- und Angststörungen, Depressionen und Burnout.

Nach den Erkenntnissen der Polyvagalen Theorie (PVT) nach Stepen Porges liegen die Gründe dafür in den neuronalen Verschaltungen im Stammhirn, zwischen den Hirnnerven und dem Limbischen System. Es geht um die neurobiologische Grundlage unserer menschlichen Fähigkeit zu sozialem Verhalten, dem Social Engagement System (SES).

Wie funktioniert Stressverarbeitung?
Im Gehirn gibt es unterschiedliche Bereiche, die unserem Verstand nicht unmittelbar zugänglich sind, die aber unsere persönlichen Erfahrungen in
Stressverarbeitungsmustern speichern. Diese Muster arbeiten unmittelbar mit dem Autonomen Nervensystem (ANS) zusammen. Dies steuert u.a. auch die Herztätigkeit, messbar an der Herzratenvariabilität (HRV).



Die kleinen Muskeln im Mittelohr entscheiden darüber, wie wir Geräusche wahrnehmen



Neben den genannten Zusammenhängen des Autonomen Nervensystems auf die Herztätigkeit, gibt es die unmittelbare Wirkung auf die Muskeln im Mittelohr, die zum einen das Trommelfell und zum anderen den Steigbügel in die passende Spannung versetzen sollen.
Dies bewirkt, das tiefe und sehr hohe Frequenzen nicht als bedrohlich erkannt und wichtige Geräusche aus einem lauten Hintergrund gefiltert werden können. Wenn dies nicht gelingt, kann das ANS in Stress umschalten, sodass Konzentration etc. nur schwer möglich ist, wird dies chronisch mit weiteren
Folgen.

Hier setzt das Safe&Sound Protocol (SSP) an: durch das Hören von Musik, die auf eine bestimmte Weise moduliert ist, können die Muskeln lernen, auf angemessene Weise zu arbeiten.

Um diese Muskeln wieder zu trainieren, wird an fünf aufeinander folgenden Tagen für jeweils eine Stunde diese modulierte Musik mit Kopfhörern gehört.

Wichtig dabei: während der Zeit wird nichts anderes getan.
Also kein Lesen, keine anstrengenden Dinge denken,
nach Möglichkeit aber wachsam und achtsam
spüren und beobachten, was geschieht. Malen oder leichte Bewegungen u.ä. wären gern möglich.

Einfach nur da sein, zuhören, das Social Engagement System
macht die Arbeit ohne weiteres Zutun,
die kleinen Muskeln werden in ihrer Funktion neu trainiert.

Es ist also ganz einfach: In der Praxis:

An 5 aufeinander folgenden Tagen

Für je 1 Stunde

Mit Kopfhörern die speziell modulierte Musik hörenWichtig dabei:

Für die unmittelbare Zeit danach

keine wichtigen Termine setzen,

keine heftigen Sportarten o.ä. ausüben.

Am Besten wäre ein Spaziergang, so naturnah wie möglich (z.B. Neuer Garten, oder Park Sanssouci, nicht weit von der Praxis).